C64-Laptop

5. Mai 2009

Durch den Artikel zur C64-Hardware im Februar wurde ich von sh0 auf einen Artikel von Ben Heck aufmerksam gemacht. Und der hat es glatt geschafft, mich zu begeistern!

Benjamin hat doch echt einen C64 in einen Laptop umgerüstet und spielt nun mit SD-Karten statt 5,25″ Floppys. Diesen Artikel finde ich besonders erwähnenswert, daher gebe ich den gerne weiter:

Artikel auf benheck.com:
Commodore 64 Original Hardware Laptop

Wie gern hätt ich auch sowas… :razz: Besonders bedanke ich mich für das Video C64-Test, bei dem mein Herz für einen kurzen Augenblick höher schlug – Grüße an all die, die den wahren Grund kennen :wink:

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Abstürzende Fenster

3. Mai 2009

Die letzten Tage durfte ich mir aus dem Windows-Lager öfter anhören, wie lustig es doch sein, dass selbst ich als Linux-Fan zugeben müsse, wie einfach Linux denn mit einer Zeile gekillt werden kann (in Bezug auf Artikel “Fork Bombe” vom Januar).

Gut, ich wurde ja auch unter Windows zertifiziert und weiß auch, dass es unter Windows kaum länger dauert. Hier also die Antwort für’s Windows-Lager…

Diese eine Zeile in einer .bat-Datei (z.B. CrashMe.bat) starten und man sieht, wie Windows crasht:

:s<br />start %0<br />%0|%0<br />goto :s<br />

Mircosoft hat übrigens in kb 244139 verraten, wie man Windows sogar per Tastendruck zum sterben bringt. Folgende kleine Registry-Datei hilft:

Windows Registry Editor Version 5.00

[HKEY_LOCAL_MACHINESYSTEMCurrentControlSetServicesi8042prtParameters]
"CrashOnCtrlScroll"=dword:00000001

[HKEY_LOCAL_MACHINESYSTEMControlSet001ServiceskbdhidParameters]
"CrashOnCtrlScroll"=dword:00000001

Den Inhalt unter CrashOnCtrlScroll.reg speichern, doppelklicken und in die Registry laden. Nach einem Neustart läßt sich das System (zumindest bestimmte, siehe dazu MS KB Artikel) durch drücken von STRG (rechts) und 2x Rollen töten.

Gut, die Linux-Gemeinde wird nun lachen, wer aber den Microsoft Artikel liest wird erfahren, dass das kein Absturz-Bug, sondern eine gewollte Funktion für Entwickler ist, um einen Core-Dump zu erzeugen.

PS: Ja, ich bemühe mich die Tage auch mal um einen brauchbaren Windows-Artikel, versprochen! :razz:

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SSH-Tunnel: Proxy über SSH

1. Mai 2009

Mit der Option -D läßt sich ein Tunnel mit einer Gegenstelle aufbauen. Das funktioniert so: Der Client (z.B. der Arbeitsrechner) baut zuerst eine SSH-Verbindung mit einem Server auf und gibt dabei einen Port für den Tunnel an:

ssh -D 5000 user@host

SSH wird auf dem Client-Rechner nun auf Port 5000 einen SOCKS-Proxy zur Verfügung stellen und alle Anfragen dorthin an den Server weiterleiten. Somit erfolgt eine “Umleitung” aller Anfragen über den Server.

Auf dem Client kann man nun also den Firefox starten und im Menü Extras – Einstellungen – Erweitert – Netzwerk – Einstellungen die Einstellungen für den SOCKS-Proxy vornehmen:

(*) Manuelle Proxy Konfiguration
SOCKS-Host: localhost
Port: 5000
(*) SOCKS v5

So, nun noch kurz butschek.de/tools/ip/ öffnen und die IP-Adresse kontrollieren. Das sollte nun nicht mehr die vom Client, sondern die vom Server sein.

…das geht auch mit Putty unter Windows!

Windows-Benutzer können das gleiche ebenso einfach mit Putty erledigen:

Vor dem Aufbau der Verbindung links im Menü Connection – SSH – Tunnels wählen und dort unter Source Port den gewünschten lokalen SOCKS-Port (z.B. 5000) wählen. Dann unter Destination den Radio-Button auf Dynamic schalten (das ist wichtig, sonst geht es nicht!), erst danach auf ADD drücken.

Nun erscheint in der Liste der Forwarded ports der Eintrag “D 5000″. Nun kann die Verbindung wie gewohnt aufgebaut werden. Vorsicht, wer nun doppelt auf ein gespeichertes Profil klickt, löscht die Einstellungen! Hier also ZUERST Profil laden, dann Tunnel-Einstellungen machen, dann [Open] klicken.

Voila, fertig ist der SOCKS-Proxy-Tunnel! Natürlich muss Firefox (oder auch jedes andere Programm, welches einen SOCKS-Proxy nutzen kann und soll) auf den SOCKS-Proxy Port 5000 konfiguriert werden.

Übrigens: Putty erlaubt auch das Einrichten eines Tunnels NACHDEM die Verbindung aufgebaut wurde. Dazu das Programm-Menü öffnen (Putty-Symbol oben links in der Programmleiste), dort “change settings” wählen. Dann kommt man in den gewohnten Dialog.

Und wozu braucht man das?

  • Öffnen von Ports, wenn Firewalls dies verhindern
  • Umgehen von IP-Sperren
  • Schnellerer Download durch andere Route
  • Pseudo-VPN

Man sollte sich nur bewußt darüber sein, dass der Einsatz zu illegalen Zwecken natürlich nicht gestattet ist. Sollte der eigene Arbeitgeber in senier Firewall-Policy bestimmte Sperren vorsehen, wäre das Umgehen dieser nicht nur ein Sicherheitsproblem, sondern auch ein Grund für eine Abmahnung. Das will ich nur gesagt haben.

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Linchat: Lokaler Konsolen-Talk

29. April 2009
Linchat Screenshot

Linchat: Mini Konsolen-Chat auf der Linux Shell. Nicht komfortabel, doch schnell und universell einsetzbar.

Linchat ist ein kleines Chat-Programm für die Konsole. Das besondere an dem Programm ist, dass keine Verbindung mit einem externen Server (IRC, XMPP, …) aufgebaut wird, sondern nur lokale Benutzer auf einer Maschine damit kommunizieren können.

Wie oft stand ich schon im Serverraum und versuchte, mit einem Kollegen zu kommunizieren, um gemeinsam (lokal + remote) einen Fehler zu finden. Eine Shell alleine ist kaum zu gebrauchen. Telefone sind dank ca. 1000 Lüfter und Klimaanlagen schwer zu verstehen. Und ein richtiges Chat-Programm ist auch ein bischen übertrieben. Die Lösung ist so einfach: Den Kollegen bitten, sich kurz per SSH anzumelden und ‘linchat’ einzugeben.

Ein weiterer Anwendungszweck: Mit einem User auf meinem Server, welcher als Shell direkt /usr/local/bin/linchat startet kann ich auch technisch wenig versierten Bekannten blitzschnell temporär einen Gesprächskanal zur Verfügung stellen, welcher dank SSH gut verschlüsselt ist und keine Spuren auf dem lokalen Rechner hinterlässt – weder Account-Daten noch Gesprächlogs.

Update 2009:

Die Entwickler-Seite zu Linchat ist down, da das Programm nicht mehr weiterentwickelt wird. Leider kompiliert die alte Version mit dem g++ aus dem aktuellen Debian nicht mehr, da im Sourcecode veraltete Konversionen genutzt werden. Das sieht dann so aus:

# make
g++ -O -Wall -Werror -c linchat.cpp
cc1plus: warnings being treated as errors
In file included from linchat.cpp:39:
userstruct.h:46: error: ‘typedef’ was ignored in this declaration
userstruct.h:54: error: ‘typedef’ was ignored in this declaration
linchat.cpp: In function ‘void InitSocket()’:
linchat.cpp:72: error: deprecated conversion from string constant to ‘char*’
linchat.cpp:78: error: deprecated conversion from string constant to ‘char*’
linchat.cpp: In function ‘void LockScoreboard(bool)’:
linchat.cpp:96: error: deprecated conversion from string constant to ‘char*’
linchat.cpp: In function ‘void InitScoreboard()’:
linchat.cpp:111: error: deprecated conversion from string constant to ‘char*’
linchat.cpp:135: error: deprecated conversion from string constant to ‘char*’
linchat.cpp:146: error: deprecated conversion from string constant to ‘char*’
linchat.cpp: In function ‘void ProcessNetworkEvent()’:
linchat.cpp:313: error: deprecated conversion from string constant to ‘char*’
linchat.cpp: In function ‘void WaitForEvent()’:
linchat.cpp:406: error: deprecated conversion from string constant to ‘char*’
make: *** [linchat.o] Error 1

sh0 schrieb mir auf meine Bitte hin einen kleinen Patch, den ich in der Files-Sektion zum Download anbiete.

Install Mini HowTo [Debian Lenny]:

Installation der nötigen Pakete

apt-get install wget gcc libncurses5-dev

Runterladen und entpacken

wget http://www.butschek.de/files/stuff/linchat/linchat-1.0.tar.gz
tar xvzf linchat-1.0.tar.gz
wget http://www.butschek.de/files/stuff/linchat/linchat-1.0-cpp_fixes.patch
cp linchat-1.0-cpp_fixes.patch linchat-1.0/
cd linchat-1.0

Patchen

patch < linchat-1.0-cpp_fixes.patch

Kompilieren:

make

Installieren

chmod 755 linchat
mv linchat /usr/local/bin/

Testen

linchat

Beenden mit STRG-C :cool:

PS: Großen Dank an sh0 für den Patch – hast was bei mir gut!

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Blogparade

26. April 2009

Die Seite bloggertips.de veranstaltet eine Blogparade, an der ich mit diesem Artikel teilnehme – übrigens meine erste Blogparade. Das Thema kam mir gerade recht, es geht um Blogs und da ich meins eben umgestellt habe, ist das Thema auch bei mir gerade sehr aktuell.

Hier nun also die Fragen der Parade und meine Antworten:

Seit wann bloggst du?

Die Antwort differiert durch die Definition von ‘bloggen’. Artikel veröffentliche ich schon seit vielen Jahren, das startete schon zu Zeiten der 64er Szene. Ich denke aber, die Frage bezieht sich eher auf das typische Schreiben in einer Blog-Software. Und dann wäre die Antwort: September 2008.

Warum bloggst du?

Egal ob von Hand oder mit einem Content Management System, immmer mußte ich mich darum bemühen, Seiten anzulegen, Menüs und Links auf die Seiten zu pflegen, und und und. Kurz gesagt: Die Verwaltung brauchte oft länger als das Tippen des eigentlichen Inhalts.

Blog-Software nimmt mir diesen Part ab. Ich tippe den Inhalt, klicke auf den Publish-Button, fertig. Die Software erzeugt daraus sofort URLs, Menüeinträge, Archiv-Einträge, Sitemaps, …

Und warum schreibe ich überhaupt? Nun, ich suche oft nach Infos im Netz und freue mich immer, wenn ich was brauchbares finde. Und manchmal habe ich selbst was brauchbares und nehme mir damm halt dann 10 Minuten Zeit, um’s aufzuschreiben.

Verwendestest du einen RSS-Reader? Wenn ja, welchen?

Ja, die Firefox Extension ‘Brief’ für’s Lesen zu Hause sowie den webbased Reader ‘Tiny Tiny RSS’ für unterwegs.

Verwendest du Browser Add-ons? Wenn ja, welche?

Ja, hier meine wichtigsten:

Password Exporter: Zur Sicherung meiner gespeicherten Passwörter.

Deutsches Wörterbuch: Damit meine Einträge nicht aussehen, als ob Averell sie geschrieben hätte.

Screengrab: Erlaubt mir das Speicher einer kompletten Seite als PNG. Und zwar nicht nur den angezeigten Ausschnitt, sondern bei großen / langen Seiten auch die ganze Seite.

ASnumber: Krankheit meines Berufs: Ich interessiere mich sehr dafür, wo die von mir besuchten Seiten liegen (Rechenzentrum, Anbieter). ASnumber zeigt mir das immer schön an.

Brief: Mein Feed-Reader im Firefox…

Wo siehst du Blogs und die Blogosphäre in 5-10 Jahren?

Ich denke, der Blogger-Trend nimmt noch mehr zu, RSS-Feeds könnten irgendwann die Zeitung ersetzen.

Früher oder später werden wohl auch kommerzielle Anbieter auftauchen, die als “Human Aggregator” das Beste aus dem Netz zusammenstellen und so individuell bestellbare Feeds frei nach Wunsch (Themen, Menge pro Tag) anbieten.

Ich stelle mir das so vor, dass ich dem Anbieter einfach mitteile, dass ich täglich ca. 15 Minuten Lese-Spaß möchte, wobei ich mir einen Mix aus den aktuellen Nachrichten (Zeitung) aber auch Computer-News mit Präferenz auf Linux-Server vorstelle. Als Ergebnis gibt’s einen persönlichen RSS-Feed als Tageszeitung, der mir genau diese Inhalte aus der Blogger-Szene bietet.

Tja, soweit meine Vorstellung für die nächsten Jahre. Wenn mein Blog so lange lebt, können wir mal sehen, was 2015 bis 2020 Realität ist. Ich vermute, ich lag dann völlig daneben :D

Was wünscht du dir für zukünftige Wordpress Versionen?

Eine ordentliche Dateiverwaltung. Ich möchte gerne Verzeichnise selbst organisieren können, verschieben, umbenennen, kopieren, Beschriftungen eingeben oder ändern, Bilder zuschneiden, und und und. Ich möchte gerne per FTP viele Files hochladen (oder auch löschen) können und Wordpress dann die Änderungen automatisch mit seiner Datenbank abgleichen lassen, und und und.

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