Konsolensitzung aufzeichnen: script

14. Dezember 2008

Oft möchte man eine Konsolensitzung aufzeichnen. Ob nun zu Ausbildungszwecken, als Nachweis oder auch nur zur Sicherheit, dass man dem Support später zeigen kann, was man falsch gemacht hat. ;-) In jedem Fall ist das kleine Tool script eine Lösung. Wird es mit ’script dateiname’ gestartet, öffnet es eine neue Shell und zeichnet jede Ausgabe darin in die angegebene Datei auf. Das Ergebnis der Aufzeichnung läßt sich später auf jedem Rechner mit ‘cat dateiname’ anzeigen.

Mit dem Parameter -a kann man übrigens auch mehrere Sitzungen in einer Datei speichern. Doch die Freunde in den Augen einiger Admins muss ich auch gleich wieder eindämmen: Nein, es ist nicht erlaub, dauerhaft alle User aufzuzeichnen. :-P

Die in der Manpage vorgeschlagene Möglichkeit, mit einem Fifo live zuzusehen finde ich nicht so interessant, hier nutzt ich stattdessen screen.

IT, LST , ,

Let me google that for you…

4. Dezember 2008

Let me google that for you...

Oft sind Leute einfach zu faul zum Suchen und stellen dann dumme Fragen in Foren. Nun mag man mir widersprechen, es gäbe ja keine dumme Fragen – doch, gibt es! Und zwar wenn jemand im Forum eine Frage stellt, die ich durch Copy&Paste der Frage nach Google in der Hälfte der Zeit beantworte, als der Fragesteller für das Tippen der Frage benötigte.

Meine Frau macht sich manchmal sogar den Spaß, Antworten aus dem ersten Google-Hit zu kopieren, wenn sie vom Thema überhaupt keine Ahnung hat – bisher immer mit Erfolg, nicht wenige Serverbetreiber bedankten sich schon bei ihr für die schnelle Hilfe. :-|

Obwohl ein Google-Link in solchen Fällen die beste Antwort mit dem höchsten Lernfaktor wäre, wird dies meist als eher unhöflich empfunden. Der Dienst www.letmegooglethatforyou.com geht hier einen witzigen Weg:

Man gibt die Suchbegriffe dort ein, die direkt zum Ziel führen (am besten vorher bei Google überprüfen) und erhält dann einen Link (http://www.letmegooglethatforyou.com/?q=%22Michael+Butschek%27s+Blog%22).

Beim Klick auf den Link zeigt einem die Seite dann, wie man den Text künftig bei Google einzugeben hat – und leitet am Ende auch gleich auf Google weiter. Einerseits lernt der Fragesteller also für die Zukunft, wie Google funktioniert, andererseits erhält er aber auch gleich die Antwort durch die vorgefertigte Google-Suche.

Auf Wunsch kann man auch noch eine kurze URL (http://tinyurl.com/5tjwd5) generieren lassen, um so dem Fragesteller nicht gleich das Ziel zu verraten – sozusagen für den Überraschungseffekt.

Fun, IT, Webtipps

Barack Obama – Yes he can!

5. November 2008
Barack Obama, der 44. Präsident der USA

Barack Obama, der 44. Präsident der Vereinigten Staaten

Barack Obama gewann heute gegen John McCain die Wahl und wird damit im Januar zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.

Er wird damit der erste schwarze Präsident der USA. Vor 10 Jahren hätte das keiner geglaubt. Wahnsinn! Barack, ich wünsche dir das Beste für deine Amtszeit!

<fun on>
Wie hat Gegner McCain, der mich irgendwie an Pommes erinnert, die letzten Tage wohl erlebt? Wie oft hat er wohl in den letzten Monaten aus den eigenen Reihen gehört, dass er gegen einen Schwarzen ja gar nicht verlieren könne. Und wie viele dumme Sprüche darf er sich nun von den Parteikollegen wohl anhören? Immerhin war er der erste Kandidat, der gegen einen Schwarzen die Präsidentschaft in den USA verlor. Vor kurzem wäre das unvorstellbar gewesen, doch McCain hat’s möglich gemacht :-P

Wenn man die letzten Jahre mal betrachtet, so hat sich wirklich viel getan, was man nie etwartet hätte: Wir haben eine Frau aus der Ost-Zone im Bundeskanzleramt, die Amis haben einen schwarzen Präsidenten, der mit zweitem Vornamen auch noch Hussein heißt, und Marcel Reich-Ranicki macht Werbung für’s Fernsehen.

Wie geht’s weiter? Ein schwuler russischer Präsident? Ein tibetischer Kaiser in der Volksrepublik China? Karel Gott singt zusammen mit Bushido Rap-Songs?
</fun off>

Stuff

XMOTO – Meine liebsten Levels…

25. Oktober 2008

X-Moto ist ein 2D-Motocross-Geschicklichkeits-Spiel, in welchem Physik eine große Rolle spielt. Und ich bin ein ziemlicher Fan davon, denn es startet schnell und kein Level dauert länger als ein paar Minuten. Hier ein Video.

Es gibt sehr viele Levels – knapp 1.500, viele Tricks sind zu üben, um diese zu bestehen. Leider sind einige Levels nahezu unspielbar. Andere sind extrem langweilig und bieten keinen Spaß. Nachdem ich Freak alle Levels mal gespielt habe, habe ich mir mal die Mühe gemacht, alle gut spielbaren und interessanten Levels mal zu notieren.

Eine Liste mit knapp 179 guten Levels kamen so zusammen, wer die Liste sehen will, sollte auf “Vollständig lesen” klicken. Mein alsolutes Lieblingslevel ist übrigens ‘aero_crazy_elevator_2′ – kann ich nur empfehlen! Mehr…

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Passwort erzeugen

17. Oktober 2008

Oft braucht man eine Idee für ein neues Passwort, doch die Idee fehlt. Wie man solche einfach erfindet, habe ich im Artikel Sichere Passwörter schon erklärt. Doch kommt es manchmal auch vor, dass man viele Passwörter automatisch erzeugen muss. Hier helfen entweder viele kleine Tools oder eben die Shell.

Zuerst hole ich mir mit dd zufällige Daten, sagen wir mal 10 kByte. Diese schicke ich durch eine RegEx und entferne alle Zeichen, die nicht den gewünschten Zeichen entsprechen. Ich nehme hier im Beispiel nur Buchstaben und Zahlen. Nun muss ich nur noch dafür sorgen, dass nur so viele Zeichen wie benötigt ankommen, was ebenfalls wieder durch eine RegEx passiert.

Das Ergebnis sieht dann so aus:

dd if=/dev/urandom bs=1024 count=10 2>/dev/null \
  | perl -pe "s/[^a-zA-Z0-9]//g" \
  | perl -pe "s/^(.{12}).*$/1/g"

Nun gibt es aber einen Sonderfall, bei dem ich weitere Ausnahmen mache: Das Root-Kennwort.

Ein externer Login (via SSH) mit Passwort ist bei meinen Systemen nicht möglich (nur via Public Key). Das Passwort wird bei mir also nur benötigt, wenn ein Techniker es im Rechenzentrum lokal eingeben muss. Daher sollten alle Zeichen einfach tippbar sein, âáà sind das bei nodeadkeys meist nicht. Außerdem sollte man an die Verwechslungsgefahr denken: Der Techie mit dem Ausdruck des Passwortes in seiner Hand kann bei typischer RZ-Beleuchtung sicher keinen Unterschied zwischen | und l erkennen.

Folgende Zeichen der oben generierten Passworter erachte ich als Störend:

  • Kleines Ludwig (l), großes Ida (I), die Zahl Eins (1), das Pipe-Symbol: lI1|
  • Großes Otto (O), die Zahl Null (0): O0
  • Das Ypselon und das Zet (weil auf US-Keyboards vertauscht)

So würde das nun aussehen, wenn wir diese Zeichen nun entfernen:

dd if=/dev/urandom bs=1024 count=10 2>/dev/null \
  | perl -pe "s/[^a-zA-Z0-9]//g" \
  | perl -pe "s/[lI1O0yYzZ]//g" \
  | perl -pe "s/^(.{12}).*$/\1/g"

Die beiden RegEx könnte man zusammenfassen, indem man schon beim ersten nur gewünschte Zeichenbereiche freigibt. Aber ich finde es so leichter lesbar und besser zu bearbeiten.

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