Software zum Thema PDF

Heute stand ich vor 2 Problemen: Erstmal mußte ich ein PDF-Dokument aus einer Applikation erstellen, die das selbst nicht konnte. Nachdem ich dort eine Software fand, wollte mein Adobe Reader mal wieder nicht richtig laufen, blieb stattdessen lieber als hängender Prozess stehen.

Nachdem ich vor kurzem auch noch bei Heise gelesen hatte, dass sogar Virenspezialisten wie F-Secure vom Einsatz des Adobe Reader abraten, weil das Produkt einfach zu unsicher ist, habe ich mich also nach freier Alternativ-Software umgesehen.

Folgende Programme habe ich gefunden, die sehr einfach sind, ihren Zweck aber voll erfüllen und nicht mit Popups oder ähnlichem nerven:

Zum Betrachten von PDF-Dateien:

Foxit Reader
http://www.foxitsoftware.com/pdf/reader/

Zeigt PDF-Dateien an und bietet auch eine Browserintegration. Bei der Installation sollte man höllisch gut aufpassen, die Software will ständig irgendwelche Zusatztools oder Browserleisten installieren oder Standard-Suchmaschine und Startseite ändern. Doch hat man das erstmal überstanden, läuft das Programm sehr stabil und ohne nervige Werbung.

Zur Erstellung von PDF-Dateien:

CC PDF Converter
http://www.cogniview.com/cc-pdf-converter.php

Erstellt einen Druckertreiber, der Dateien als PDF-Dateien speichert. Auf Wunsch kann auch gleich noch ein Creative Commons Lizenzhinweis eingebunden werden.

Dateien sicher löschen mit shred

Dateien werden in Linux mit rm gelöscht. Doch der Löschvorgang entfernt nur Inode und Verzeichnis-Eintrag, nicht jedoch die wirklich gespeicherten Daten. Diese bleiben in den Sektoren der Festplatte liegen, bis sie durch eine neue Datei überschrieben werden. Bei vertrautlichen Daten stellt dies ein Problem dar: Mit entsprechenden Tools lassen sich die gelöschten Daten (oder Teile davon) eventuell wieder herstellen.

Um dies zu verbindern gibt es Tools wie shred. Es überschreibt den Inhalt einer Datei mit Zufallsdaten und sorgt so dafür, dass eine Datei unwiederbringlich gelöscht ist. Dazu ruft man shred genauso wie rm auf, wobei es einige interessante Parameter gibt:

  • Mit -v wird die ausführliche Ausgabe aktiviert. Eigentlich unnötig, aber interessant, um die Funktion zu sehen. Auch bei sehr großen Dateien ist es eventuell hilfreich, um grob zu wissen, wo das Programm gerade steckt.
  • Mit -n legt man die Anzahl der Durchläufe fest, also wie oft die Daten überschrieben werden sollen. Nachdem Forensikexperte Craig Wright 2008 feststellte, dass einmaliges Überschreiben der Daten absolut genügt, sollte wir also -n1 nutzen. Alles andere verwendet nur Zeit und Strom.
  • Mit -z gibt man an, dass die Datei nach dem letzten Durchlauf nochmal ausgenullt werden soll. Dies ist zwar nicht nötig, doch monkische Menschen wie ich mögen die Ordnung. :oops:
  • Mit -u wird die Datei nicht nur überschrieben, sondern am Ende auch gleich gelöscht. Das spart ein nachträgliches aufrufen von rm.

In der Shell sieht das dann wie folgt aus:

# shred -v -n1 -z -u secret
shred: secret: pass 1/2 (random)...
shred: secret: pass 2/2 (000000)...
shred: secret: removed

Freien Speicher löschen

Falls eine Datei aus Versehen schon gelöscht wurde, kann man sie nicht mehr mit shred behandeln. Es hilft dann jedoch, einfach den gesamten freien Platz der Festplatte zu überschreiben. Da man den freien Platz nicht mit einem Namen ansprechen kann, legen wir einfach mit dd eine Datei an, die die ganze Platte füllt:

dd if=/dev/urandom of=/fillup.dat bs=1k

Die Angabe ohne den count-Parameter sorgt dafür, dass dd die Platte so lange mit zufälligen Daten von /dev/urandom beschreibt, bis sie voll ist. Danach kann die Daten mit rm wieder gelöscht werden: rm /fillup.dat

Partition oder ganz Festplatte löschen

Möchte man eine Partition (z.B. /dev/sda3) oder eine ganze Festplatte (z.B. /dev/sda) löschen, kann man einfach deren Gerätenamen in Kombination mit shred einsetzen:

shred -v -n1 -z /dev/...

:!: Hier ist aber unbedingt auf korrekte Angaben zu achten, ist die falsche Partition erstmal überschrieben, gibt es kein Zurück mehr! :!:

Einschränkungen

Moderne Dateisysteme (XFS, ReiserFS, JFS, …) speichern im Journal Daten zwischen, die auf die Festplatte geschrieben werden sollen. Dieses Journal wird von shred nicht gelöscht und kann damit unter umständen noch bereits gelöschte geglaubte Informationen erhalten.

Auch bei EXT3/4 tritt dieses Problem auf, wenn das Dateisystem mit der Option data=journal gemountet wurde. Dies läßt sich einfach durch Eingabe von ‘mount’ prüfen.

Gut, im Journal wird sich in der Praxis nach kurzer Zeit (einigen Schreibvorgängen) nicht mehr viel finden lassen. Wer dennoch auf Nummer Sicher gehen will, dem bleibt nur noch das Auslöschen der ganzen Partition, wie oben beschrieben. Damit werden nämlich nicht nur Dateien, sondern das ganze Filesystem (inkl. Verzeichnis und Journal) gelöscht.

Eine weitere Einschränkung sind die genutzten Festplatten selbst. Diese können nämlich defekte Sektoren für den Computer ausblenden und stattdessen andere, für diesen Zweck reservierte Sektoren, dorthin mappen. Somit ist es möglich, dass sich auch nach komplettem Löschen der Platte noch Informationen darauf befinden, die ein Datenretter wieder herstellen könnte.

Für alte Festplatten gilt daher: Vernichten statt verkaufen. Ein guter Vorschlaghammer genügt dafür übrigens :evil:

C64-Laptop

Durch den Artikel zur C64-Hardware im Februar wurde ich von sh0 auf einen Artikel von Ben Heck aufmerksam gemacht. Und der hat es glatt geschafft, mich zu begeistern!

Benjamin hat doch echt einen C64 in einen Laptop umgerüstet und spielt nun mit SD-Karten statt 5,25″ Floppys. Diesen Artikel finde ich besonders erwähnenswert, daher gebe ich den gerne weiter:

Artikel auf benheck.com:
Commodore 64 Original Hardware Laptop

Wie gern hätt ich auch sowas… :razz: Besonders bedanke ich mich für das Video C64-Test, bei dem mein Herz für einen kurzen Augenblick höher schlug – Grüße an all die, die den wahren Grund kennen :wink:

Abstürzende Fenster

Die letzten Tage durfte ich mir aus dem Windows-Lager öfter anhören, wie lustig es doch sein, dass selbst ich als Linux-Fan zugeben müsse, wie einfach Linux denn mit einer Zeile gekillt werden kann (in Bezug auf Artikel “Fork Bombe” vom Januar).

Gut, ich wurde ja auch unter Windows zertifiziert und weiß auch, dass es unter Windows kaum länger dauert. Hier also die Antwort für’s Windows-Lager…

Diese eine Zeile in einer .bat-Datei (z.B. CrashMe.bat) starten und man sieht, wie Windows crasht:

:s<br />start %0<br />%0|%0<br />goto :s<br />

Mircosoft hat übrigens in kb 244139 verraten, wie man Windows sogar per Tastendruck zum sterben bringt. Folgende kleine Registry-Datei hilft:

Windows Registry Editor Version 5.00

[HKEY_LOCAL_MACHINESYSTEMCurrentControlSetServicesi8042prtParameters]
"CrashOnCtrlScroll"=dword:00000001

[HKEY_LOCAL_MACHINESYSTEMControlSet001ServiceskbdhidParameters]
"CrashOnCtrlScroll"=dword:00000001

Den Inhalt unter CrashOnCtrlScroll.reg speichern, doppelklicken und in die Registry laden. Nach einem Neustart läßt sich das System (zumindest bestimmte, siehe dazu MS KB Artikel) durch drücken von STRG (rechts) und 2x Rollen töten.

Gut, die Linux-Gemeinde wird nun lachen, wer aber den Microsoft Artikel liest wird erfahren, dass das kein Absturz-Bug, sondern eine gewollte Funktion für Entwickler ist, um einen Core-Dump zu erzeugen.

PS: Ja, ich bemühe mich die Tage auch mal um einen brauchbaren Windows-Artikel, versprochen! :razz:

SSH-Tunnel: Proxy über SSH

Mit der Option -D läßt sich ein Tunnel mit einer Gegenstelle aufbauen. Das funktioniert so: Der Client (z.B. der Arbeitsrechner) baut zuerst eine SSH-Verbindung mit einem Server auf und gibt dabei einen Port für den Tunnel an:

ssh -D 5000 user@host

SSH wird auf dem Client-Rechner nun auf Port 5000 einen SOCKS-Proxy zur Verfügung stellen und alle Anfragen dorthin an den Server weiterleiten. Somit erfolgt eine “Umleitung” aller Anfragen über den Server.

Auf dem Client kann man nun also den Firefox starten und im Menü Extras – Einstellungen – Erweitert – Netzwerk – Einstellungen die Einstellungen für den SOCKS-Proxy vornehmen:

(*) Manuelle Proxy Konfiguration
SOCKS-Host: localhost
Port: 5000
(*) SOCKS v5

So, nun noch kurz butschek.de/tools/ip/ öffnen und die IP-Adresse kontrollieren. Das sollte nun nicht mehr die vom Client, sondern die vom Server sein.

…das geht auch mit Putty unter Windows!

Windows-Benutzer können das gleiche ebenso einfach mit Putty erledigen:

Vor dem Aufbau der Verbindung links im Menü Connection – SSH – Tunnels wählen und dort unter Source Port den gewünschten lokalen SOCKS-Port (z.B. 5000) wählen. Dann unter Destination den Radio-Button auf Dynamic schalten (das ist wichtig, sonst geht es nicht!), erst danach auf ADD drücken.

Nun erscheint in der Liste der Forwarded ports der Eintrag “D 5000″. Nun kann die Verbindung wie gewohnt aufgebaut werden. Vorsicht, wer nun doppelt auf ein gespeichertes Profil klickt, löscht die Einstellungen! Hier also ZUERST Profil laden, dann Tunnel-Einstellungen machen, dann [Open] klicken.

Voila, fertig ist der SOCKS-Proxy-Tunnel! Natürlich muss Firefox (oder auch jedes andere Programm, welches einen SOCKS-Proxy nutzen kann und soll) auf den SOCKS-Proxy Port 5000 konfiguriert werden.

Übrigens: Putty erlaubt auch das Einrichten eines Tunnels NACHDEM die Verbindung aufgebaut wurde. Dazu das Programm-Menü öffnen (Putty-Symbol oben links in der Programmleiste), dort “change settings” wählen. Dann kommt man in den gewohnten Dialog.

Und wozu braucht man das?

  • Öffnen von Ports, wenn Firewalls dies verhindern
  • Umgehen von IP-Sperren
  • Schnellerer Download durch andere Route
  • Pseudo-VPN

Man sollte sich nur bewußt darüber sein, dass der Einsatz zu illegalen Zwecken natürlich nicht gestattet ist. Sollte der eigene Arbeitgeber in senier Firewall-Policy bestimmte Sperren vorsehen, wäre das Umgehen dieser nicht nur ein Sicherheitsproblem, sondern auch ein Grund für eine Abmahnung. Das will ich nur gesagt haben.

Linchat: Lokaler Konsolen-Talk

Linchat Screenshot

Linchat: Mini Konsolen-Chat auf der Linux Shell. Nicht komfortabel, doch schnell und universell einsetzbar.

Linchat ist ein kleines Chat-Programm für die Konsole. Das besondere an dem Programm ist, dass keine Verbindung mit einem externen Server (IRC, XMPP, …) aufgebaut wird, sondern nur lokale Benutzer auf einer Maschine damit kommunizieren können.

Wie oft stand ich schon im Serverraum und versuchte, mit einem Kollegen zu kommunizieren, um gemeinsam (lokal + remote) einen Fehler zu finden. Eine Shell alleine ist kaum zu gebrauchen. Telefone sind dank ca. 1000 Lüfter und Klimaanlagen schwer zu verstehen. Und ein richtiges Chat-Programm ist auch ein bischen übertrieben. Die Lösung ist so einfach: Den Kollegen bitten, sich kurz per SSH anzumelden und ‘linchat’ einzugeben.

Ein weiterer Anwendungszweck: Mit einem User auf meinem Server, welcher als Shell direkt /usr/local/bin/linchat startet kann ich auch technisch wenig versierten Bekannten blitzschnell temporär einen Gesprächskanal zur Verfügung stellen, welcher dank SSH gut verschlüsselt ist und keine Spuren auf dem lokalen Rechner hinterlässt – weder Account-Daten noch Gesprächlogs.

Update 2009:

Die Entwickler-Seite zu Linchat ist down, da das Programm nicht mehr weiterentwickelt wird. Leider kompiliert die alte Version mit dem g++ aus dem aktuellen Debian nicht mehr, da im Sourcecode veraltete Konversionen genutzt werden. Das sieht dann so aus:

# make
g++ -O -Wall -Werror -c linchat.cpp
cc1plus: warnings being treated as errors
In file included from linchat.cpp:39:
userstruct.h:46: error: ‘typedef’ was ignored in this declaration
userstruct.h:54: error: ‘typedef’ was ignored in this declaration
linchat.cpp: In function ‘void InitSocket()’:
linchat.cpp:72: error: deprecated conversion from string constant to ‘char*’
linchat.cpp:78: error: deprecated conversion from string constant to ‘char*’
linchat.cpp: In function ‘void LockScoreboard(bool)’:
linchat.cpp:96: error: deprecated conversion from string constant to ‘char*’
linchat.cpp: In function ‘void InitScoreboard()’:
linchat.cpp:111: error: deprecated conversion from string constant to ‘char*’
linchat.cpp:135: error: deprecated conversion from string constant to ‘char*’
linchat.cpp:146: error: deprecated conversion from string constant to ‘char*’
linchat.cpp: In function ‘void ProcessNetworkEvent()’:
linchat.cpp:313: error: deprecated conversion from string constant to ‘char*’
linchat.cpp: In function ‘void WaitForEvent()’:
linchat.cpp:406: error: deprecated conversion from string constant to ‘char*’
make: *** [linchat.o] Error 1

sh0 schrieb mir auf meine Bitte hin einen kleinen Patch, den ich in der Files-Sektion zum Download anbiete.

Install Mini HowTo [Debian Lenny]:

Installation der nötigen Pakete

apt-get install wget gcc libncurses5-dev

Runterladen und entpacken

wget http://www.butschek.de/files/stuff/linchat/linchat-1.0.tar.gz
tar xvzf linchat-1.0.tar.gz
wget http://www.butschek.de/files/stuff/linchat/linchat-1.0-cpp_fixes.patch
cp linchat-1.0-cpp_fixes.patch linchat-1.0/
cd linchat-1.0

Patchen

patch < linchat-1.0-cpp_fixes.patch

Kompilieren:

make

Installieren

chmod 755 linchat
mv linchat /usr/local/bin/

Testen

linchat

Beenden mit STRG-C :cool:

PS: Großen Dank an sh0 für den Patch – hast was bei mir gut!

Blogparade

Die Seite bloggertips.de veranstaltet eine Blogparade, an der ich mit diesem Artikel teilnehme – übrigens meine erste Blogparade. Das Thema kam mir gerade recht, es geht um Blogs und da ich meins eben umgestellt habe, ist das Thema auch bei mir gerade sehr aktuell.

Hier nun also die Fragen der Parade und meine Antworten:

Seit wann bloggst du?

Die Antwort differiert durch die Definition von ‘bloggen’. Artikel veröffentliche ich schon seit vielen Jahren, das startete schon zu Zeiten der 64er Szene. Ich denke aber, die Frage bezieht sich eher auf das typische Schreiben in einer Blog-Software. Und dann wäre die Antwort: September 2008.

Warum bloggst du?

Egal ob von Hand oder mit einem Content Management System, immmer mußte ich mich darum bemühen, Seiten anzulegen, Menüs und Links auf die Seiten zu pflegen, und und und. Kurz gesagt: Die Verwaltung brauchte oft länger als das Tippen des eigentlichen Inhalts.

Blog-Software nimmt mir diesen Part ab. Ich tippe den Inhalt, klicke auf den Publish-Button, fertig. Die Software erzeugt daraus sofort URLs, Menüeinträge, Archiv-Einträge, Sitemaps, …

Und warum schreibe ich überhaupt? Nun, ich suche oft nach Infos im Netz und freue mich immer, wenn ich was brauchbares finde. Und manchmal habe ich selbst was brauchbares und nehme mir damm halt dann 10 Minuten Zeit, um’s aufzuschreiben.

Verwendestest du einen RSS-Reader? Wenn ja, welchen?

Ja, die Firefox Extension ‘Brief’ für’s Lesen zu Hause sowie den webbased Reader ‘Tiny Tiny RSS’ für unterwegs.

Verwendest du Browser Add-ons? Wenn ja, welche?

Ja, hier meine wichtigsten:

Password Exporter: Zur Sicherung meiner gespeicherten Passwörter.

Deutsches Wörterbuch: Damit meine Einträge nicht aussehen, als ob Averell sie geschrieben hätte.

Screengrab: Erlaubt mir das Speicher einer kompletten Seite als PNG. Und zwar nicht nur den angezeigten Ausschnitt, sondern bei großen / langen Seiten auch die ganze Seite.

ASnumber: Krankheit meines Berufs: Ich interessiere mich sehr dafür, wo die von mir besuchten Seiten liegen (Rechenzentrum, Anbieter). ASnumber zeigt mir das immer schön an.

Brief: Mein Feed-Reader im Firefox…

Wo siehst du Blogs und die Blogosphäre in 5-10 Jahren?

Ich denke, der Blogger-Trend nimmt noch mehr zu, RSS-Feeds könnten irgendwann die Zeitung ersetzen.

Früher oder später werden wohl auch kommerzielle Anbieter auftauchen, die als “Human Aggregator” das Beste aus dem Netz zusammenstellen und so individuell bestellbare Feeds frei nach Wunsch (Themen, Menge pro Tag) anbieten.

Ich stelle mir das so vor, dass ich dem Anbieter einfach mitteile, dass ich täglich ca. 15 Minuten Lese-Spaß möchte, wobei ich mir einen Mix aus den aktuellen Nachrichten (Zeitung) aber auch Computer-News mit Präferenz auf Linux-Server vorstelle. Als Ergebnis gibt’s einen persönlichen RSS-Feed als Tageszeitung, der mir genau diese Inhalte aus der Blogger-Szene bietet.

Tja, soweit meine Vorstellung für die nächsten Jahre. Wenn mein Blog so lange lebt, können wir mal sehen, was 2015 bis 2020 Realität ist. Ich vermute, ich lag dann völlig daneben :D

Was wünscht du dir für zukünftige WordPress Versionen?

Eine ordentliche Dateiverwaltung. Ich möchte gerne Verzeichnise selbst organisieren können, verschieben, umbenennen, kopieren, Beschriftungen eingeben oder ändern, Bilder zuschneiden, und und und. Ich möchte gerne per FTP viele Files hochladen (oder auch löschen) können und WordPress dann die Änderungen automatisch mit seiner Datenbank abgleichen lassen, und und und.

Umstellung auf WordPress

Eigentlich war ich mit Serendipity sehr zufrieden, doch durch die kleine Community tat sich da leider wenig. Beim Suchen nach Alternativen blieb ich schlussendlich bei WordPress hängen.

Sicherlich ist WordPress nicht das allerbeste System, doch das Konzept ist ganzheitlich, die Sicherheitsbedenken sind dank Update-Funktion nicht mehr so wie früher und durch die große Community gibt es einfach Plugins für fast alles.

Die Umstellung war alles andere als Einfach und brauchte wohl 2 Wochen meinen Freizeit (und da war das lange 4-Tage-Osterwochenende mit drin).

Was getan werden mußte:

Altes Blog aufräumen:

Im alten Serendipity Blog haben sich viele Spaß-Artikel gesammelt, da mein Blog aber keine Konkurrenz zu lustich.de & Co werden sollte, habe ich diese wieder rausgeworfen.

Bilder eingefügt

Damit das künftig etwas schöner wirkt, habe ich zu jedem Eintrag ein passendes Bild gesucht, zugeschnitten und eingebunden. Das Blog sah dadurch schon viel fröhlicher aus. Künftig werde ich das so beibehalten.

Import aller Artikel nach WordPress

Nachdem WordPress nicht automatisch von Serendipity importieren kann, habe ich ein Plugin dazu im Netz gesucht. Leider wurden viele Kleinigkeiten nicht korrekt übertragen (S9Y-Kommentare, Attribute von Bildern, Pfadangaben, …), so das alle Artikel danach nochmal überarbeitet werden mußten.

Import aller Kommentare nach WordPress

Das Übertragen ging dank Plugin fast von selbst, dummerweise wurden die Kommentare dann jedoch den falschen Artikeln zugewiesen. Und da WordPress je Artikel auch die Anzahl der Kommentare zählt (statt in der Datenbank live zu schauen, wie viele Kommentare da sind), mußten nicht nur die Artikel-IDs der Kommentare, sondern auch die Anzahl der Kommentare bei den Artikeln korrigiert werden. Viel viel Arbeit… :(

Übertragen der statischen Seiten

Leider gab’s hier kein Plugin, also mußten alle statischen Seiten manuell kopiert werden. Dummerweise nutzen der Serendipity-Editor und der WordPress-Editor unterschiedliche Tags, (b – strong, center – p + align), so dass auch hier leider viel mehr Arbeit als nur ein Copy&Paste entstand.

Apache mod_rewrite

Wie oft haben micht veraltete Links im Web schon gestört. Daher habe ich mit mod_rewrite alle URLs der alten Artikel so umgeschrieben, dass sie auf die neuen leiten. Wer jetzt also

/blog/2008/12/17/Mehrere-Konsolen-mit-Screen.html

öffnet, wird per HTTP-Status 301 (Moved Permanently) automatisch auf die neue Seite

/2008/12/mehrere-konsolen-mit-screen/

umgeleitet.

Das ganze gilt nicht nur für die Blog-Artikel, sondern auch für die statischen Seiten und die RSS-Feeds. Es sollten also keine Link-Probleme durch die Umstellung entstehen.

Die /files Section

Zu oft bestand das Problem, jemanden eine Datei zukommen lassen zu wollen, was in der modernen Welt oft gar nicht so einfach ist (100 MB gehen meist nicht per Mail, nicht jeder kann einen FTP-Client bedienen, …).

Da alle Bilder und verlinkte Dateien im Blog eh öffentlich einsehbar sind, habe ich den /files Ordner gleich ganz aufgemacht (Apache mod_autoindex) und hier eine Struktur zum Ablegen von Files und Links gebastelt.

Dabei habe ich dort auch gleich direkte Links zu den Smileys gesetzt (inkl. Description, welche die Smileys als img-Tag direkt anzeigt), weil mir das beim schreiben eine sehr schnelle Übersicht bietet, wenn ich mal ein Smiley nicht persönlich kenne ;)

Zur Verwaltung habe ich mir dann auch noch ein Upload-Tool installiert, mit dem ich auch gleich die Bilder zuschneiden kann, damit die Bearbeitung von Einträgen künftig nicht mehr unbedingt ein lokales Bildbearbeitungsprogramm erfordert.

Was ich hier gelernt habe: Es gibt etwas 1.000.000 Upload-, Image-, und File-Manager, aber nahezu nichts davon ist brauchbar. Entwickler dieser Welt, strengt euch mal an! ;)

Tiny Tiny RSS

Ein neues Tool, welches ich gerade teste: Tiny Tiny RSS (TTRSS). Ein netter kleiner Online-RSS-Reader mit einer coolen Funktion: Man kann gelesene Artikel auf den Status “Publish” setzen. TTRSS bietet dann wiederrum einen RSS-Feed an, der alle Artikel mit Status “Publish” enthält.

Diesen Feed habe ich im Blog (rechts im Menü: Blogroll: Empfohlene Artikel) eingebunden. In dieser Kombination ist es mir jetzt also möglich, gelesene Artikel, die mir gefallen, per Klick auf meiner Seite zu verlinken und so durch eine gute Zusammenstellung interessanter Artikel einen Mehrwert für meine Besucher zu bieten.

Sozusagen ein Human Aggregator :D

Anpassungen an WordPress

2 kleine Patches, damit mir der Überblick leichter fiel, Design finden, Plugins suchen, installieren, testen, einige wieder wegwerfen, und und und. Auch der Part hat echt Zeit gekostet.

Was ich aus sicherheitstechnischer Sicht wieder mal sehr schade fand: Eine Limitierung der Logins pro IP und Zeit gibt’s nur per Plugin, einen deutlichen Hinweis bei der Installation oder im Admin-Interface dazu habe ich vermisst. Kein Wunder, wenn Kiddies mit unsicherem Passwort und dem ersten eigenen Blog per Brute Force gehackt werden. Sowas sollte heute Standard sein!

ABER – und das sei mal lobend erwähnt: Ich hatte mit keinen WordPress Plugin solchen Ärger wie andere Content Management- oder Blog-Systeme. Die meisten Plugins und Widgets klickt man an, klickt dann auf Install und sie laufen.

Anpassungen am Design

Das inove Design hat mir ja voll gefallen. Was mich aber in die totale Verzweiflung gestürzt hat war die obere Leiste: Sie zeigt wahlweise die Blog-Kategorien oder die statischen Seiten an. Hat man jedoch viele Seiten, bricht die Leiste aus dem Design aus.

Nun bietet das Design an, hierarchische Seiten als DHTML-Menü anzuzeigen, jedoch brechen lange Seitennamen dann auch aus dem Design. Gut, man kann Seiten ganz ausblenden, dann verschwinden sie jedoch auch im Plugin, welches die Artikel rechts im Menü anzeigt, was ja auch nicht sinnvoll ist.

Das gewünschte Ergebnis, dass einige Seiten oben (Impressum, …) und einige Seiten rechts (Fachartikel) stehen, war echt nur durch böses tricksen möglich – aber immerhin gab einen Weg ;)

Nun ist alles vollbracht!

Zumindest kenne ich mich nun mit WordPress 100%ig aus :-) Viel Spaß also mit dem neuen Blog!

PS: Nicht vergessen: Neue RSS-URL im Reader eintragen!

Danke für die Ludolfs

Hier die gewonnene Freikarte - natürlich typisch Ludolfs-Style im Auto präsentiert!

Die Freikarte - Ludolfs-typisch präsentiert im Auto...

Beim Gewinnspiel auf Twitter habe ich spontan eine Freikarte der Ludolfs gewonnen. War eben im Cinecitta und habe mir den Film angesehen.

Der Film war schon schön, allerdings verbrachte man 2/3tel des Films in Dernbach, erst im hinteren Teil ging es nach Italien – der Name des Films lies mich anderes vermuten. Aber gut, die Ludolfs sind eben die Ludolfs, daher muss der Film auch nicht ganz dem üblichen Kino-Standard entsprechen.

Und auch in Italien war alles wie immer: Peter schlief (vor einem Café am Markusplatz), Günther saß daneben und rauchte, Manni quasselte viel (er fragte doch echt nach Zebrastreifen mitten in Venedig).

Naja, so gesehen alles wie immer. Was mich nur sehr freute war, dass Günter mit dabei war. Nach 20 Jahren war das mal dringend nötig.

Grüße an Peter, Günter, Uwe und Manni! 8-)

united domains Domain-Karte

Domainkarte (Ausschnitt)

Domainkarte (Ausschnitt)

united domains startete eine Aktion, die für Blogger durchaus interessant sein dürfte:

Im Tausch für einen Eintrag mit Link auf die Firmen-Webseite www.united-domains.de oder die Aktionsseite www.domain-karte.de gibt es eine laminierte Weltkarte im Format 120x60cm, auf welcher die TLDs der jeweiligen Länder eingetragen sind – kurz: Eine Domain-Karte.

Die Marketing-Idee hinter dieser Aktion selbst finde übrigens unheimlich interessant: Um an die Karte zu kommen, muss man united domains die URL mitteilen, welche UD vermutlich schnellstens an Google AddURL weitergibt. Kann man so in kurzer Zeit einige tausend Links bei Google melden, die alle aufgrund des Firmennamens (united “domains”) und der “Domain”-Karte das Wort “Domain” enthalten, dürfte das schnell zu einem Sprung auf den ersten Platz führen.

Muss man also wirklich loben, die Aktion ist gelungen!
Da verlinkt man wirklich gerne :-)