Echt gruseliger Aufzug

27. November 2012 at 20:30

Heute mal wieder was nicht-technisches: Ein lustiges Video. Und ich gebe offen zu, ich wäre vermutlich in diesem Aufzug auch nicht ganz cool geblieben…

Youtube Direktlink: http://youtu.be/7N5OhNplEd4

Wie lang ist ein Ethernet-Paket?

24. Oktober 2012 at 20:34

Neulich kam in einem Vortrag das Thema auf, wie lange eigentlich ein Ethernet Paket ist. Gemeint war nicht die Länge in Byte, sondern in Metern, und zwar wenn das Paket als Lichtstrahl mit Lichtgeschwindigkeit durch ein Glasfaserkabel geschossen wird. In der Praxis ist dies wohl eher eine unnütze Information, aber ich fand die Frage sehr interessant und habe daher mal nachgerechnet. Tragen wir zuerst die Fakten zusammen:

1. Lichtgeschwindigkeit

  • Lichtgeschwindigkeit entspricht 299.710 Kilometer pro Sekunde, das sind also 299.710.000 Meter pro Sekunde.

2. Gigabit Ethernet

  • 1 Gbit/s (Gigabit pro Sekunde) entspricht 1 * 1024 * 1024 * 1024 Bit pro Sekunde = 1.073.741.824 Bit pro Sekunde.
  • Bei 8 Bit pro Byte entspricht das also 134.217.728 Byte pro Sekunde.

3. Ethernet

  • Ethernet-Pakete sind “üblicherweise” maximal 1.500 Byte groß.
  • Das gilt nicht, wenn man Vlan Tagging oder Jumbo Frames benutzt, aber in “üblichen” Netzen, in denen Client-PCs hängen (also das typische Heimnetzwerk) ist das nicht der Fall.

Daraus folgt:

  • Bei Gigabit-Speed schicken wir pro Sekunde 134.217.728 Byte auf den Weg.
    Ein Paket hat 1.500 Byte, also kriegen wir pro Sekunde ganze 89.478,4853 Pakete auf die Leitung.
  • Das Licht ist mit 299.710.000 Meter pro Sekunde unterwegs.
    Also schieben wir auf einer Länge von 299.710.000 Metern (=1s) 89.478,4853 Pakete (=auch 1s).
  • Daraus ergibt sich die Länge des Pakets:
    299.710.000 Metern / 89.478,4853 Pakete = 3.349,5 Meter pro Paket.

Ergebnis:

Die Länge des Lichts in einem Glasfasernetz, welche ein Ethernet-Paket überträgt, ist:

  • …bei Gigabit-Geschwindigkeit: 3.350 Meter lang.
  • …bei 10 Gigabit (10GE)  335 Meter pro Paket.
  • … bei 100GE nur noch 33 Meter pro Paket.

Anmerkung für Home-Anwender:

Die meisten Privatpersonen haben heutzutage ein Netzwerk mit nur 100 MBit/s. Das Paket wäre hier 33.495 Meter lang, doch kann man das nicht so direkt vergleichen. Im Gegensatz zu Licht, welches wirklich von A nach B gesendet wird, überträgt man Daten mit Strom nicht durch das Übertragen der Elektronen, sondern man überträgt nur den Impuls.

Elektronen “fließen” sehr sehr langsam (abhängig von Spannung, Material der Leitung und Durchmesser der Leitung zwischen 0,03 und 0,8 mm/s). Die Impulsgeschwindigkeit bei Strom ist dagegen etwa Lichtgeschwindigkeit (nicht ganz, aber fast).

Das ganze ist vergleichbar mit einem Wasserschlauch: Schickt man Wasser in einen langen Schlauch, dauert es einige Sekunden, bis das Wasser am Ende rauskommt. Ist der Schlauch jedoch schon voller Wasser und dreht man hinten dann den Hahn auf, kommt vorne sofort Wasser raus – ohne Verzögerung. Das passiert, weil nicht das Wasser von A nach B übertragen wird, sondern der Bewegungsimpuls.

Von daher wäre der Impuls im Netzwerkkabel in etwa so lang wie oben beschrieben (also 33,5 Kilometer pro Paket), jedoch wäre es falsch zu behaupten, der Strom hätte eine Länge. Faktisch ist der Strom nämlich immer genauso lang, wie das Kabel, in dem er fließt.

Zone Alarm Firewall für Linux

27. Juni 2009 at 10:00

Ein Bekannter schickte mir neulich ein paar Zeilen Code und meinte, das sei der Nachbau der Zone-Alarm Firewall für Linux. Ich fand das fast schon böse :evil:

#!/bin/bash
echo -n Starting firewall.

while true; do
sleep 1
echo -n .
if [ $(($RANDOM%13)) -eq 2 ]; then break; fi
done

echo
echo "Your system is now secure!"

while true; do
sleep $(($RANDOM%53))
HOST="$(($RANDOM%256)).$(($RANDOM%256)).$((RANDOM%256)).$(($RANDOM%256))"
PORT="$(($RANDOM%65535+1))"
echo "Blocked attack from host $HOST on port $PORT!!!"
done